"Welche Vorstellung haben Sie in Bezug auf Ihr Gehalt?"
Die schwierige Frage
Das ist wohl die Frage, mit der sich viele Bewerber am schwersten tun. Egal, was man sagt, kann es sich scheinbar negativ auswirken. Liegt man zu niedrig, dann verkauft man sich unter Wert, liegt man mit den Angaben zu hoch, ist die Chance vielleicht schnell vertan.
Trotzdem wird von Seiten des Personalers erwartet, dass Sie eine Vorstellung in Bezug auf Ihr Gehalt haben. Da die Gehaltsvorstellung des Bewerbers ein "Muss" ist, ist es dringend erforderlich, dass Sie sich im Vorfeld informieren.
Es gibt einige Möglichkeiten sich über aktuell gezahlte Gehälter zu informieren:
- Fragen Sie z.B. Freunde oder Studienkollegen, evtl. auch früherer Jahrgänge, die schon in ähnlichen Tätigkeiten oder sogar dem Wunsch-Unternehmen tätig sind.
- Über das Internet gibt es ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten Gehaltsvergleiche einzusehen.
Eine große Linksammlung dazu finden Sie unter: http://www.crosswater-systems.com - Das Statistische Bundesamt ist ebenfalls einen Anruf wert.
Allgemein gilt auch, dass Sie Ihre Vorstellungen nicht bis auf den Euro genau beziffern müssen. Sie sollten jedoch eine Größenordnung nennen können.
Außerdem sollten Sie üblicherweise nicht ein Spektrum, wie z.B. 35.000 bis 40.000 EUR nennen, sondern sich auf einen einzigen möglichst realistischen Betrag festlegen.
Wenn Sie dem Personalverantwortlichen hier schon im Vorfeld Spielräume aufzeigen, wird er diese verständlicherweise auch zu nutzen versuchen.
Indirektes Einkommen

PLUSPUNKTE!
Neben dem reinen Gehalt gibt es außerdem noch verschiedenste Möglichkeiten das Gehalt aufzustocken. Beispiele wären Betriebsrente, Versicherungen, Beihilfen(z.B. bei Heirat oder Geburt), Firmenwagen, Fahrkosten, Umzugskostenzuschüsse...
Verhandlungssache
Die Gehaltsverhandlung wird je nach Personalentscheider und dem Verhandlungsgeschick der Gesprächspartner immer unterschiedlich ausfallen. Daher gibt es kein ideales Vorgehen für ein solches Gespräch. Wenn Sie jedoch folgende Punkte berücksichtigen, schaffen Sie sich eine solide Verhandlungsbasis:
- Der o.g. Gehaltsvergleich gibt Ihnen Rückhalt bei Ihren Forderungen.
- Setzen Sie am Anfang nicht gleich das niedrigste Gehalt an, mit dem Sie gerade noch zufrieden wären, sonst fehlt Ihnen später der Verhandlungsspielraum.
- Seien Sie sich Ihrer Stärken und Qualifikationen bewusst, "pokern" Sie aber nicht bis zum Letzten. Beide Seiten sollten hinterher schließlich zufrieden sein.
